Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen

Hochschule Würzburg-Schweinfurt :: Hochschule für angewandte Wissenschaften

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Ausbildungsziele der Vorpraxis

Die Vorpraxis sollte den Charakter eines Praktikums haben, um den angehenden Bauingenieurstudenten einen Einblick in die technischen, baubetrieblichen und sozialen Strukturen auf Baustellen aus der Sicht der handwerklichen und gewerblichen Arbeitskräfte zu geben. Sie sollen verschiedene auf Baustellen erforderliche handwerkliche Tätigkeiten kennen und einschätzen lernen.

Für die Vorpraxis wird daher empfohlen, über einen größeren zusammenhängenden Zeitraum in einem Betrieb des Bauhauptgewerbes einen Praktikumsabschnitt zu absolvieren. In dieser Zeit sollten auf Baustellen eigene praktische Tätigkeiten durchgeführt werden.

Dauer und Zeitraum der Vorpraxis

  • Dauer: 12 Wochen
  • Ableistungszeitraum,
    wenn keine Zulassungsbeschränkung fürs Bauingenieurstudium besteht:

    • mindestens 6 Wochen vor Studienbeginn
    • gesamte 12 Wochen bis Ende des zweiten Semesters (vor Beginn des dritten)
    • nach Studienbeginn sind keine Praktikumszeiten während der Vorlesungs- und Prüfungszeiträume zugelassen

  • Praktikumsabschnitte

    • gefordert: mindestens 3 zusammenhängende Wochen im gleichen Betrieb
    • empfohlen: 4 bis 6 Wochen zusammenhängend im gleichen Betrieb
    • Kleinere Zeiträume können bei Spezialpraktika (z.B. baumaschinentechnisches Praktikum, Baustellenpraktikum im Rahmen von Hilfsprojekten) zugelassen werden.
    • Entstehen bei abschnittsweise durchgeführten Praktika „Restwochen“, so werden diese nur mit einer Mindestdauer von zwei Wochen und nur in Betrieben des Bauhauptgewerbes akzeptiert, in denen die/der Studierende bereits einen Praktikumsabschnitt absolviert hat.

    Hinweis: Da das Praktikum nach Studienbeginn nur in den vorlesungs- und prüfungsfreien Zeiträumen durchgeführt werden darf, sind die möglichen Zeiträume stark eingeschränkt. Es wird daher empfohlen, einen längeren Abschnitt vor Studienbeginn zu absolvieren.

Anforderung an die Tätigkeit

Die Vorpraxis soll aus einer praktischen Tätigkeit im Bauhauptgewerbe auf einer Baustelle oder vergleichbar bestehen.

  • voll anrechnungsfähig:
    praktische Tätigkeiten des Bauhauptgewerbes in den Gewerken Maurer, Zimmerer, Betonbauer und Tiefbauer

  • teilweise anrechnungsfähig (max. 4 Wochen):
    Tätigkeiten im Baunebengewerbe (Ausbaugewerke: z.B. Elektro-, Fliesen-, Schreiner-, Maler-, Schlosserei-, Tischlergewerke), wenn diese Tätigkeiten im Rahmen einer Rohbauerstellung durchgeführt werden (siehe unten).

  • nicht angerechnet werden Büro-, Überwachungs- oder ähnliche Tätigkeiten, auch wenn sie in einem Unternehmen des Bauhauptgewerbes absolviert werden.

  • voll anrechnungsfähige Einsatzorte:

    • Rohbauerstellung im Hochbau, Ingenieurbau und Wasserbau
    • Herstellung von Infrastrukturanlagen und Tiefbauarbeiten

  • teilweise anrechnungsfähige Einsatzorte (max. 4 Wochen):

    • Betonfertigteilwerk
    • Werkstätten von Zimmerei- oder Stahlbaubetrieben bei Zuarbeiten für Rohbaubaustellen
    • vergleichbare Tätigkeiten

Erlass oder Teilerlass der Vorpraxis

Wenn vor Studienbeginn im Rahmen einer einschlägigen Ausbildung oder Beschäftigung Tätigkeiten ausgeführt wurden, die mit den Anforderungen der Vorpraxis vergleichbar sind, dann kann die Vorpraxis auf Antrag ganz oder teilweise erlassen werden.

  • Voller Erlass der Vorpraxis für eine abgeschlossene Berufsausbildung als Maurer, Betonbauer, Zimmermann, Dachdecker, Straßenbauer, Spezialtiefbauer, Rohrleitungsbauer
  • Teilerlass der Vorpraxis bei anderen abgeschlossenen Ausbildungen eines Bauberufes unter Vorlage von Wochenberichten über die praktischen Tätigkeiten, z.B. Bauzeichner, Bautechniker.
  • Teilerlass der Vorpraxis (maximal 6 Wochen) bei Praktika im Rahmen des bautechnischen Zweiges einer Fachoberschule unter Vorlage der Wochenberichte über die baupraktischen Tätigkeiten.
  • Teilerlass der Vorpraxis (maximal 4 Wochen) bei Praktika im Rahmen des technischen Zweiges einer Fachoberschule. Verbleibende Praktikumswochen müssen im Bauhauptgewerbe absolviert werden.
  • Teilerlass der Vorpraxis bei einer einschlägigen Beschäftigung in einem Betrieb des Bauhauptgewerbes über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Es darf kein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen Antragsteller und den Besitzern oder der Führung des Betriebes bestehen. Es ist ein geeigneter Nachweis über die Tätigkeit (z.B. Arbeitszeugnis, Arbeitsvertrag, Tätigkeitsberichte) vorzulegen.

Antrag und Nachweis der Vorpraxis

  • Zeiten vor Studienbeginn
    Für die volle oder teilweise Anerkennung von praktischen Tätigkeiten, die vor Studienbeginn durchgeführt wurden, ist Folgendes erforderlich:

    • Als Nachweis gilt eine von den entsprechenden Betrieben erstellte Praktikumsbescheinigung mit Angaben zum Zeitraum und zur Art der Tätigkeit.

    • Es wird empfohlen Wochenberichte über die Tätigkeiten zu führen und vom zuständigen Ausbildungsbetreuer des Betriebes unterschreiben zu lassen.

    • Ungefähr 3-4 Wochen nach Studienbeginn wird es zum Thema Vorpraxis eine Informationsveranstaltung geben, in der das Verfahren zur Anerkennung der Praktikumszeiten durch die Hochschule erläutert wird. In der Woche nach dieser Veranstaltung werden die notwendigen Unterlagen im Semester gesammelt und gebündelt ans Praktikantenamt weitergegeben.

    Hinweis: Vor Studienbeginn werden durch die Fakultät keine Genehmigungen für Praktika erteilt. Die Praktikumsstellen und Tätigkeiten sind eigenverantwortlich nach den genannten Anforderungen andie Tätigkeit auszuwählen.

  • Zeiten nach Studienbeginn

    Nach Studienbeginn müssen die Praktika rechtzeitig vor Antritt der Tätigkeit durch das Praktikantenamt und den Praxisbeauftragten des Fachbereichs genehmigt werden.

    • Antrag für das Grundpraktikum vollständig ausfüllen und mindenstens sechs Wochen vor Praktikumsbeginn beim Praktikantenamt einreichen.

    • Über das Praktikum sind Tätigkeitsberichte in Form von Wochenberichten zu erstellen, die vom zuständigen Ausbildungsbetreuer des Betriebes zu unterschreiben sind.

    • Nachweis des absolvierten Praktikums mit einer Bescheinigung des Betriebes über den Zeitraum und die Tätigkeit und mit den Wochenberichten. Die Bescheinigung wird beim Praktikantenamt eingereicht. Die Wochenberichte werden gesondert über einen im Studiengang eingerichteten e-learning-Kurs als pdf-Dokument eingereicht.

  • Anerkennung der Vorpraxis

    • Zeitliche Anerkennung der Vorpraxis:

    12 Wochen, die die oben genannten Anforderungen erfüllen, müssen absolviert sein.

weitere Informationen zum Vorpraktikum

sowie Anträge und Formulare erhalten Sie über das Praktikantenamt

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