Auf Spaghetti-Brücken folgen Spaghetti-Kräne

30.06.2021 | Architektur
Traditioneller Tragwerkstest an der Fakultät AB zum zweiten Mal in digitaler Form

Auch im Sommersemester 2021 fand wieder der traditionelle Tragwerkstest im Studiengang Architektur an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt statt. Dieser musste jedoch wiederholt aufgrund der andauernden Pandemie in digitaler Form stattfinden. Den kreativen Konstruktionen tat dies wiederum keinen Abbruch.

Die Aufgabe im Fach Tragwerksentwurf des zweiten Semesters bestand darin, einen Kranausleger aus Spaghetti-Nudeln zu konstruieren, der eine Last über ein Hindernis von 25 cm Höhe heben musste. Der Kran durfte nicht mehr als 750 Gramm auf die Waage bringen und musste eine Länge von 70 Zentimetern aufweisen.

Entstanden sind 30 Spaghetti-Konstruktionen, die am Tag vor der Veranstaltung in der Hochschule abgegeben und anschließend gewogen und vermessen worden sind. Am darauffolgenden Tag führte Professor Dr. Bergner gemeinsam mit den FAB-Mitarbeitern den Tragwerkstest durch. Um die Prüfung zu bestehen musste das Mindestgewicht von 100 Gramm über das Hindernis gehoben werden, was alle Kräne ohne Probleme meisterten.

Im nächsten Schritt konnten die Studierenden die angehängte Last dreimal erhöhen. Dies ist der besonders spannende Teil der Veranstaltung, da hier die Studierenden hin und wieder pokern müssen. Denn der Sieger ermittelt sich aus dem Gewicht der Krankonstruktion und der Last, die er tragen kann ohne zu brechen. Dem leichtesten Modell mit nur 81 Gramm gelang es dadurch sich in den vorderen Reihen einzuordnen, da es das 5-fache seines Eigengewichts heben konnte. Der Gewinnerkran konnte sogar das 7,5-fache seines Gewichts heben.

Die Veranstaltung, die erstmals 1978 an der Hochschule stattfand, erfreut sich bis heute unter Studierenden großer Beliebtheit. Das gemeinsame Mitfiebern ob die Konstruktionen die Belastung abtragen können oder nicht, sorgt für allgemeine Heiterkeit. Die Fakultäts-Mitarbeiter Carsten Schäfer, Andreas Hack, Edi Michalski, Matthias Schmidt und Horst Hofmann sorgten vor Ort mit Sprüchen wie „Riskier doch was“ oder „Da geht noch mehr“ für eine gute Stimmung, die auch bei den Studierenden zu Hause ankam.