Externe Wettbewerbe und Auszeichnungen

Grünschnäbel

Julius Bentele

Ausgezeichnet mit Auszeichnung in der Kategorie BDA Nachwuchspreis Bayern 2019

Darum geht's:
Julius Bentele setzte sich im Rahmen seiner Bachelorarbeit sowohl theoretisch als auch experimentell mit dem Raumbegriff auseinander. Seine Arbeit erzielte eine Auszeichnung beim BDA-Nachwuchspreis 2019 und wurde wie folgt gewürdigt: Raum entsteht zwischen Handelnden und wird damit zur jeweils individuellen Erfahrung. Das Projekt “Grünschnäbel“ zeigt zehn Personen, zehn grüne Gießkannen, eine große Kiesfläche. In der gemeinsamen Aktion des Wasserholens und Ausgießens entsteht ein Raum zwischen den Handelnden, der letztlich durch zehn nasse Flecken auf dem Kies auch temporär greifbar wird. Neben den kurzweilig formulierten Texten zum Raum zieht die Arbeit eine entscheidende Schlussfolgerung für die Architektur: Wenn Raum erst durch Interaktion entsteht und gute Architektur sich dadurch auszeichnet, raumbildend zu wirken, muss sie solche Interaktionen zulassen und fördern. Sie muss Impulse geben, die einen Dialog und ein Handeln mit anderen anstoßen.

Plakat zur Bachelorarbeit von Julius Bentele
Personen stehen mit grünen Gießkannen in einem Steinbruch
Personen stehen mit grünen Gießkannen in einem Steinbruch
 

Skyatrium

Theresa Göpfert, Felix Lanny und Lara Schilling

Ausgezeichnet mit Anerkennung AWR Competitions 2018

Darum geht's:
Das Herzstück der Arbeit ist das Atrium, die grüne Mitte des Entwurfes. Hier liegt der Schwerpunkt des Technikkonzeptes und auch der Wohnkonzeption. So wird der großzügige Raum nicht nur durch Pflanzen lebendig gemacht, sondern auch durch die weitläufigen Gemeinschaftsflächen. In Ergänzung hierzu wurden die eigentlichen Wohnflächen minimalistisch gehalten und die ergänzenden Büroflächen öffnen sich weitläufig zum Atrium. Das Zentrum der Arbeit ist die grüne Mitte sowohl im architektonischen als auch im alltäglichen Sinne. Der Entwurf überzeugte durch seine außergewöhnliche Architektur und zugleich durch das nachhaltig, autark arbeitende Technikkonzept. 

Außenansicht des Gebäudes mit umliegenden Häusern
Innenansicht des Gebäudes mit Personen
Grundrissplan des Gebäudes mit verschiedenen Schnitten und Ansichten
Außenansicht des Gebäudes mit der Skyline Chicagos bei Sonnenuntergang

Friendly Alien

Noah Scheifele und Joel Seeger

Ausgezeichnet mit Schinkelpreis 2017

Darum gehts:
Der Entwurf spannt einen großen Ring auf, der einen Teil des Westkreuzes als neues "Stadtbild" einrahmt. Das Dachgeschoß ist als "Ringpark" Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Unterstützt durch eine "Ringbahn" verbindet der Park unterschiedliche Orte - unter anderem die beiden S-Bahnhöfe Westkreuz und Waldsiedung. Anstelle eines Gebäudes schlagen die Entwurfsautoren ein Traggerüst vor. Auf vier Hauptebenen sollen nach und nach individuell erstellte Gebäude eingestellt werden. Ziel ist ein städtischer Mix aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit. An wichtigen Übergangsorten zur Stadt werden Erschließungstürme positioniert. Sie dienen der Erschließung, der technischen Ver- und Entsorgung und nehmen Stellplätze auf. Das Konzept etabliert eine überzeugende Großform, die stadträumlich sinnvolle Verbindungen aufbaut und damit die Barrierewirkung des Verkehrskreuzes mindert. Anstelle einer Großarchitektur soll eine Struktur entstehen, die Selbstorganisation und Eigenbau initiieren will.

Perspektivische Ansichten und Grundrisse des entworfenen Bürohauses
Querschnitte und visuelle Darstellungen des entworfenen Bürogebäudes
Noah Scheifele und Joel Seeger bei der Preisverleihung
 

Kultur im Bunker

Laura Küllstadt und Antonia Popp

Ausgezeichnet mit Anerkennung Schlaun-Preis 2016

Darum geht's:
Die Herausforderung bestand aus zwei Aufgaben: Zum einen, so die Auftraggeber, falle das Areal der Südstadt in Hamm aufgrund der sozialen Lage mit einem fortgeschrittenen demographischen Wandel und Migration auf, andererseits gäbe es städtebauliche Missstände mit mangelhafter Bausubstanz und einem ungestalteten bzw. in die Jahre gekommenem Zustand des öffentlichen Raums. Durch konkrete Projektbausteine solle das soziale Gefüge gestärkt und die städtebaulichen Defizite behoben werden. Langfristig sei ein positives Image im öffentlichen Bewusstsein des Stadtteils gewünscht.

„Durch die Belebung des Hochbunkers mit hochwertiger Nutzung und den Abriss der leerstehenden Heilig Geist Kirche“, so heißt es in den Auslobungsunterlagen (der Konzepterläuterung), „wird die Grundlage zur Umgestaltung des Quartiers geschaffen. Durch die kulturelle Nutzung des Bunkers und ergänzende Neubauten auf dem Areal der Kirche soll ein attraktiver Wohnstandort für eine Vielzahl von Personen mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. Ziel ist es ebenso, eine zeitgemäße quartiers- und bürgerbezogene Einrichtung zu schaffen, die es den Bewohnern ermöglicht, sich zu treffen, gemeinsam Aktivitäten nachzugehen, zu feiern und über die Generationen, Kulturen, Nationalitäten und Religionen hinweg aktive identitätsstärkende Nachbarschaften aufzubauen. Hierzu entsteht im Norden des ehemaligen Kirchengrundstückes – im Gelenk zum Kunstbunker – ein neues Bürgerhaus für Hamm.“

Ziel des „Schlaun-Wettbewerbs“ ist es, so der Schlaun-Ausschuss, die Baukultur in Nordrhein-Westphalen zu fördern und der Bedrohung einer sich verstärkenden Unwirtlichkeit des Lebensraumes zu begegnen. Gleichzeitig habe sich das Schlaun-Forum die Förderung von Masterstudierenden und jungen Absolventen aus den Fachgebieten Städtebau, Landschaftsplanung, Architektur und Bauingenieurwesen zur Aufgabe gestellt. Für zukunftsorientierte Planungsaufgaben sollten die Teilnehmer einerseits innovative, nachhaltige Lösungen aufzeigen, andererseits mit ihren Lösungen den zu bearbeitenden Stadt- und Landschaftsraum weiter entwickeln und gestalten.

Visuelle Ansicht der neu gestalteten Hammer Innenstadt
Visuelle Ansicht der neu gestalteten Hammer Innenstadt
Visuelle Ansicht vom Inneren des sogenannten Bunkers
Visuelle Ansicht vom Inneren des sogenannten Bunkers

Arche

Jonas Virsik

Ausgezeichnet mit Egon-Eiermann-Preis 2015

Darum geht's:
Ausschlaggebend für die Standortwahl auf dem Fußabdruck der ehemaligen Berliner Bauakademie war der Bezug des Ortes zur gebauten Umwelt, der besonders im Herzen Berlins durch zahlreiche Wiederaufbauprojekte Spannungen hervorruft.

Die alte Fassade, in rotem Beton bewusst repliziert, wird um das gleiche Maß in Form eines weißen, transluzenten Kopfes ergänzt, womit ein Monument der Architektur entsteht, das Charakter und Identität bewahrt. Der Schinkelplatz erweitert sich durch eine einladende Treppenanlage unter der Fassade entlang ins Gebäude. Im Inneren wird das prägende konstruktive Grundraster der alten Akademie in abstrakter Form als feines, gleichmäßiges Gewebe weitergedacht, das die Nutzungen mit größter Flexibilität und utopischer Leichtigkeit zu tragen vermag. Vom Forum aus gelangt der Besucher in die Ausstellungsebenen und weiter über eine Caféterrasse und den Seminarbereich in die große Bibliothek. Das Archiv bildet als "schwebendes" Herz das Zentrum des Gebäudes.

Perspektivische Außenansicht des entworfenen Gebäudes
Perspektivische Innenansicht des entworfenen Gebäudes
Querschnitt des entworfenen Gebäudes
Modell des entworfenen Gebäudes